Mein altes, neues Leben
Ein lieber Blogerkollege machte mich vor kurzem darauf aufmerksam, dass ich lange nichts mehr geschrieben habe (kennt man ja inzwischen von mir) und dass ich vermisst werde (aww, wenn das kein Anreiz ist!). So will ich das nun nachholen. Und anfangen will ich mit dem Grund, warum so lange nichts von mir kam. Ich hab im Moment wahnsinnig viel zu tun. Das Studium ist relativ Zeitaufwendig (weil ich plötzlich Dinge auch zu Hause erledige…ICH!) und das, was ich an Freizeit habe versuche ich mit meinen Freunden zu verbringen. So, genug rausgeredet, was gibt es zu berichten, was hat mich bewegt?
Zuerst mal freut es mich festzustellen, dass die Welt noch existiert und der LHC wohl seine Wirkung verfehlte…oder nicht lang genug funktionierte. Nun liegt es also wieder an uns, die Welt langsam hinzurichten. Unspektakulär, aber nicht weniger effektiv.
Einen Beitrag dazu leistet auch das momentane Fernsehprogramm. Leider muss ich zugeben, dass ich „Das Supertalent“ teilweise verfolgt habe, vor allem, wegen dem großartigen Kontakjongleur. Wenn alle Castingformate eine solche Vielfalt bieten würden…nun ja, dann würde ich auch nicht mehr davon sehen. Trotzdem muss man anmerken, dass nicht alles schlecht war, was im Fernsehen kam. 14.000.000€ (oder mehr?) wurden für Kinder gesammelt und Filme wie „Good Will Hunting“ und „Das Experiment“ erfreuten meine Augen. Viel mehr wars dann allerdings auch wieder nicht. Aber mehr als man oft gewohnt war und ist.
Zum Fernsehen komm ich im Moment aber sowieso eher selten. Dafür ist, wie schon erwähnt, mein Studium verantwortlich. Und hier muss ich einmal mehr Kritik anbringen. Grade erst aus dem wunderbaren Zentralabitur entkommen, muss ich mich nun wieder mit einem standartisierten Bildungssystem rumärgern, dem Bachelor-Studium. Globalisierung hin oder her, ich will ein Diplom! Und mehr Freiheit mein Studium zu gestalten! Wie soll ich mich zu einem eigenständigen Individuum entwickeln, wenn ich ständig nur vorgekaute Vorgaben entgegengeworfen bekomme? Pflichtmodule, okay. Aber ich darf nichtmal so lange in der Uni bleiben, wie ich mag (und finanzieren kann), sondern muss mein Studium in einer bestimmten Zeit abschließen. Was ich machen darf und kann, wird mit vorpräsentiert. Aber anscheinend sollen wird nicht mehr individuell handeln. Wir sollen funktionieren. Und bisher ist es das, was mich am Studium stört. Ansonsten kann ich kaum klagen. Es gibt niemanden unter meinen Mitstudenten, den ich absolut nicht leiden könnte, meine Professoren und Dozenten unterrichten von mittelmäßig bis hervorragend und der Stoff ist interessant. Trotzdem, der Haken bleibt. Mal schaun, was sich da noch so tut.
So, jetzt ist es schon relativ spät, ich hab Morgen Uni (uiuiui) und ich verabschiede mich jetzt wohl mal ins Bett. Gute Nacht allerseits!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit
Dezember 15, 2008 um 1:37
na also… geht doch :’D
jajaja.. die Bildung… das Problemkind der Nation, hab ich oft das Gefühl :\
Bei den ganzen „Uni-Tagen“ die ich schon hinter mir (zwecks Schule schwänzen für lau~) kam das immer so rüber à la „uiuiui! Bachelor! Supertoll! Grandios!! Uiuiuiuiuiuiui! Da können wir endlich wieder mit den anderen Ländern mithalten!! Supertoll! Grandios! uiuiuuiui!“
ehrlich.. drauf geschissen :\
Ich wäre ja dafür wieder dieses Bildungsverfahren was damals noch Goethe, Schiller und Humboldt genossen haben, einzuführen… Bildung in allen Belangen.. okay… heut ist oft alles viel komplizierter usw.
Aber… pff… dann studieren wir halt bis wir 40 sind! Lernen hat doch auch noch nie einem geschadet
Dezember 15, 2008 um 4:42
Du meinst eine Universitätsbildung, die unser Leben völlig umschließt, uns eine Heimat bietet und wirklich bildet und nicht nur spezialisiert? Da wär ich sofort dabei
. Wird wohl aber leider nicht mehr dazu kommen. Was allerdings schon am guten alten Diplom so falsch war, kann ich immernoch nicht nachvollziehen. Damit hatte man auch schon Chancen im Ausland. Und warum möchte man die geschulten Menschen eigentlich so unbedingt ins Ausland befördern, kann man die hier in Deutschland denn gar nicht gebrauchen? Naja, aber ich bin ja nur ein kleiner Student, ich muss das System ja nicht verstehen *seufz*.
Dezember 21, 2008 um 6:33
nun ja.. Bachelor macht dich global eben wettbewerbsfähiger~
Warum man uns jetzt in Deutschland trotz Konjunkturschwäche, Arbeitslosenzahlen, Finanzkrise etc. nicht braucht, verstehe ich auch nicht…
Anscheinend widerspricht sich das da alles wieder mal
Einerseits rumjammern das die Fachkräfte ins Ausland gehen, aber dann nicht einmal wirklich was dafür tun, dass wir hier bleiben wollten…