Morgen ist mal wieder Weltuntergang

Wieder einmal soll die Welt untergehen. Wann? Schon Morgen. Diesmal ist allerdings kein Prophet aus grauer Vorzeit für diese Aussage verantwortlich. Nein, dieses Mal ist es brandaktuell.

Morgen soll nämlich der Teilchenbeschleuniger „Large Hadron Collider“ (LHC) in Betrieb genommen werden. In Genf im Forschungsinstitut Cern soll Morgen also der Anfang vom Ende sein. „Wie das?“, mag man sich nun fragen. Nun im LHC werden Protonen (winzige Teilchen) fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zum Zusammenstoß gebracht. Damit will man den Urknall, den Anfang unseres Universums simulieren und besser verstehen lernen. Fragt mich nicht nach den Details (in Physik bin ich durchgefallen, wenn ihr euch erinnert), jedenfalls kann es beim Zusammenstoß passieren, dass ein schwarzes Loch entsteht. Schwarze Löcher sind ja nun nicht gerade erfreulich. Im Weltall sind dies riesige Gebilde aus…nun ja…nichts außer Gravitation, die alles in näherer Umgebung (nähere Umgebung ist im Weltall relativ) verschluckt. Erzeugt werden diese oftmals, wenn ein Himmelskörper das Zeitliche segnet und in einer Supernova vergeht. Sowas auf der Erde wäre natürlich ein bisschen apokaliptisch. Nun ist es aber so, dass die evtl. erzeugten Schwarzen Löcher in Cern mikroskopische Ausmaße haben würden und sofort zerstrahlen (das mit dem Zerstrahlen habe ich so von einem Physiker aus Cern übernommen, ich habe keine Ahnung, wie genau das Ganze von statten geht), sie seien damit also völlig ungefährlich. Überhaupt würden tagtäglich Teilchen mit solcher Geschwindigkeit aufeinandertreffen, wenn die Erde kosmischer Strahlung ausgesetzt ist. Soviel hatte selbst ich in Physik mitbekommen. Ich halte Cern also für ungefährlich und eine tolle Sache, hilft es doch, die Entstehung unseres Planeten besser nachzuvollziehen. Allerdings sind einige Wissenschaftler anderer Meinung. Sie sehen eine Gefahr in den Experimenten mit dem Teilchenbeschleuniger. Eine (für mich) wenig überzeugende Aussage eines Gegners, spricht von einem Mini-Schwarzen-Loch, das sich in der Erde „einnistet“ und dort alles langsam auffrisst, wobei es größer wird, mehr frisst, größer wird usw. Meiner Meinung nach, dürfte die Erde schon jetzt nicht mehr existieren, sollte dies der Fall sein, werden wir doch jeden Tag von Strahlung (und damit Teilchen) aus dem Weltall bombardiert. Und wenn man Licht als Teilchen betrachtet (ob man das kann, darüber streitet man sich), sind diese Teilchen eben noch schneller als die in Cern.

Wer sich dafür interessiert: Hier ist der Artikel, der mich zu diesem Artikel mitinspirierte und aus dem ich viele meiner Informationen gezogen habe. Der Rest kommt aus anderen Quellen und aus meinem eigenen Physikwissen. Das mag zwar spärlich sein, jedoch habe ich wenigstens ein bisschen was, aus meinen Schul- (und Physik-)zeiten behalten.

Nun ja, Morgen oder in ein paar Jahren, werden wir feststellen, ob wir den größten Fehler in der Geschichte der Menschheit begehen, oder wiedermal nur Opfer einer Weltuntergangshysterie wurden (mein PC hat den Übergang ins Jahr 2000 prima geschafft, möchte ich dabei anmerken).

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit

2 Antworten zu “Morgen ist mal wieder Weltuntergang”

  1. Find den Abschluss ganz lustig: „Morgen oder in ein paar Jahren“ :]
    Ich glaub wenn ein so’n schwarzes Loch uns auffrisst is eh gegessen, wer weiß ob danach nochmal was is um drüber nachdenken zu können xD

  2. Wer weiß, wies in so nem Schwarzen Loch ausschaut? Vllt sind wir schon längst in einem. Oder so. Whatever, auf jeden hast du schon Recht. Wenn wir von einem Schwarzen Loch aufgefressen werden, dürfte uns die Ursache nicht mehr so arg interessieren *g*.

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